Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg (HW 1)

Der Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg (HW 1) ist der älteste Hauptwanderweg des Schwäbischen Albvereins. Seit über 100 Jahren erfreuen sich Wanderer an den zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des 355 Kilometer langen Weges, der sich in großen Teilen auf naturbelassenen Pfaden entlang des Albtraufs von Donauwörth über die gesamte Nordseite der Schwäbischen Alb bis nach Tuttlingen erstreckt. Das Markierungszeichen ist ein rotes Dreieck, dessen Spitze in Richtung Tuttlingen weist. Seit 2009 erfüllt der HW 1 die Kriterien als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland des Deutschen Wanderverbands (mehr Infos finden Sie hier). Dieses Zertifikat muss alle drei Jahre erneuert werden und garantiert eine gute Markierung sowie zahlreiche Attraktionen entlang des Weges, und das überwiegend auf Naturpfaden! Seit der Zertifizierung in Zusammenarbeit mit dem Schwäbische Alb Tourismusverband wird der HW 1 unter dem Namen »Albsteig« touristisch vermarktet.

Markierungszeichen für den HW 1 und HW 2 - das rote Dreieck    Ruine Reußenstein (Foto: Katharina Knaup)

Der HW 1 führt zunächst durch das Tal der Wörnitz zum Schloss Harburg und verläuft am Rande des Rieses und Härtsfeldes vielfach durch Wald und flachwelliges Gelände bis 600 m ü. NN. Der Albtrauf ist hier noch nicht so deutlich ausgeprägt wie im weiteren Verlauf, jedoch bieten sich immer wieder Blicke auf die reizvolle umliegende Landschaft und Ortschaften der Ostalb. Durch das hübsche Tal des Kocherursprungs gelangt man nach Unterkochen, von dort geht es weiter über den Volkmarsberg mit seinen Wacholderheiden, einer zeitweise bewirtschafteten Schutzhütte und einem Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins bis hin zum beeindruckenden Bergmassiv des Rosensteins mit seinen Felshöhlen und seiner Burgruine bei Heubach. Weiter geht es durch den Wald bis nach Weißenstein, dann entlang des Albtraufs bis zum aussichtsreichen Wasserberg, wo das Wanderheim Wasserberghaus des Schwäbischen Albvereins zum Verweilen einlädt. Ein weiteres Glanzlicht ist die imposante Ruine Reußenstein, die über dem Neidlinger Tal auf einem Felsen thront. Weiter geht es vorbei an zahlreichen Aussichtsfelsen, wie dem Breitenstein mit fantastischen Ausblicken und einem Gedenkstein zum 100-jährigen Jubiläum des HW 1 (2008), an Burgruinen vorbei mit wunderschönen Ausblicken in das Albvorland, durch das Randecker Maar, einen ehemaligen Vulkanschlot, zur Burg Teck, einem weiteren Wanderheim des Schwäbischen Albvereins mit grandioser Aussicht. Entlang des Albtraufs wandert man dann über die Ruine Hohenneuffen nach Bad Urach. Dort erwartet den Wanderer der Uracher Wasserfall: Das Quellwasser stürzt über 30 Meter in die Tiefe.

Uracher Wasserfall (Foto: Reinhard Wolf)  Uracher Wasserfall im Winter (Foto: Katharina Knaup)

Anders als die bisher besuchten Burgruinen entlang des Albtraufs, die Herrschaftssitze waren, bietet das Schloss Lichtenstein, frei nach Wilhelm Hauff, Burgenromantik pur. Vorbei an der Nebelhöhle werden im letzten Drittel des HW 1 einige großartige Aussichtsberge passiert, wie der Roßberg (Wanderheim Roßberghaus mit Aussichtsturm), der Dreifürstenstein bei Mössingen und der Raichberg (Wanderheim Nägelehaus mit Aussichtsturm). Dort lohnt ein kleiner Abstecher zum Aussichtspunkt Zeller Horn, von dort kann man einen einmaligen Blick zur Burg Hohenzollern genießen.

Blick vom Albtrauf auf Schloss Lichtenstein (Foto: Katharina Knaup)   Blick vom Gießstein (Foto: Katharina Knaup)

Nebelhöhle (Foto: Katharina Knaup)  Aussicht vom Dreifürstenstein (Foto: Katharina Knaup)  Blick vom Zeller-Horn auf die Burg Hohenzollern

Über die Balinger Berge geht es zum Aussichtsfelsen Böllat; ein Abstecher nach Burgfelden zur Michaelskirche lohnt sich wegen der seltenen Fresken. Vorbei an der Ruine Schalksburg wandert man hinab ins Eyachtal und wieder steil hinauf zum Hörnle und Richtung Lochen. Zur Lochen mit dem kleinsten und ältesten Wanderheim des Schwäbischen Albvereins steigt man steil auf. Das Naturschutzgebiet Lochen glänzt mit alpiner Flora und Fauna und dem markanten Aussichtspunkt mit Fernsicht Richtung Schwarzwald, Stuttgart und manchmal den Alpen. Auf der Hochfläche sind vorgeschichtliche Höhensiedlungen nachgewiesen, aus der Jungsteinzeit und vor allem aus der Bronze- und Eisenzeit. Über den Schafberg erreicht man den Plettenberg. Bei Ratshausen wird das Schlichemtal gequert. Über Deilingen gehts hinauf auf den Oberhohenberg mit seiner Burgruine. Schließlich gelangt man zum Lemberg, der als höchster Berg der Schwäbischen Alb mit 1015 m zusätzlich noch mit einem Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins aufwartet. Von dort hat man oft Fernsicht bis zu den Alpen, an klaren Tagen mit phänomenaler Weitsicht bis weit in die Ost- und West-Alpen. Über den Dreifaltigkeitsberg wird dann das Ziel Tuttlingen erreicht.

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