Stromberg-Schwäbischer-Wald-Weg (HW 10)

Der Hauptwanderweg 10 durchstreift die Mitte des Vereinsgebiets des Schwäbischen Albvereins von Osten nach Westen. Er startet in Pforzheim und durchquert auf seinen 164 Kilometern die waldreichen Höhen der Keuperwaldberge des Stromberg-Heuchelbergs, führt dann durch das dicht besiedelte mittlere Neckartal, streift den südlichen Teil des Schwäbisch-Fränkischen Waldes und endet schließlich im Remstal bei Lorch. So verbindet der HW 10 einsame Wege durch Wald und Weinberglagen mit dicht besiedelten, kulturell interessanten Bereichen des Neckartals und macht diese Wanderung zum Erlebnis.

HW 10

Der HW 10 beginnt in Pforzheim Kupferhammer und folgt zu Beginn kurz dem eingeschnittenen Würmtal nach Süden, bevor er den Wanderer nach Nordosten durch den Wald bis nach Öschelbronn leitet. Im Wald nördlich von Öschelbronn trifft der Wanderer auf gut erhaltene Überreste der Eppinger Linie, eines Verteidigungswalls, der im 17. Jahrhundert gegen den Vormarsch Ludwigs XIV. errichtet wurde.

Bei Roßwag wird das Enztal erreicht. Die Enz hat sich dort tief in den Muschelkalk eingegraben und bildet ausgeprägte Schlingen mit steilen Hängen, die mit Steinmauern terrassiert mühsam für den Weinbau genutzt werden. Von Roßwag aus hat man einen schönen Blick auf diese sehenswerte historische Kulturlandschaft und auf die Auwiesen im Enztal, deren alte Bewässerungsanlagen heute noch in Betrieb sind. Vorbei an Illingen führt der HW 10 den Wanderer hinauf in die Keuperberge des Strombergs.

Nördlich von Ensingen erreicht der HW 10 den Eselsberg. Dort sind noch wenige Überreste der ehemaligen Eselsburg zu sehen. Hier befindet sich auch der Eselsbergturm, ein sonntags und feiertags bewirtschafteter Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins. Hier lohnt eine Rast, bevor der Wanderweg einem bewaldeten Höhenzug des Strombergs weiter nach Westen folgt. Westlich von Schützingen wird das Mettertal durchquert.

Bei Sternenfels folgt der HW 10 dem Höhenrücken des Strombergs nach Osten. Sehenswert ist die Ruine Blankenhorn bei Eibensbach. Durch den Wald geht es weiter bis zum Michaelsberg bei Cleebronn, einem Kegelberg, mit Michaelskirche und den Gebäuden eines barocken Kapuzinerklosters. Die freien Weinberghänge bieten einen schönen Rundumblick – nach einer langen Strecke durch Wald eine gute Abwechslung für den Wanderer.

Eselsbergturm

Weiter führt der HW 10 den Wanderer hinab ins Neckartal nach Besigheim mit seiner ansprechenden historischen Altstadt. Vorbei an Bietigheim durch das Neckartal geht es weiter nach Marbach. Marbach bietet neben der historischen Altstadt mit Schloss einen weiteren kulturellen Höhepunkt: das Schiller-Nationalmuseum und das Deutsche Literaturarchiv.

Weiter geht es durch Wiesen und Felder zum Lemberg bei Affalterbach. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf die Umgebung. Der HW 10 führt den Wanderer weiter nach Osten bis nach Backnang, mit einer sehenswerten historischen Altstadt. Südöstlich von Backnang erreicht der HW 10 schließlich die Wälder des Schwäbisch Fränkischen Wald. Vom Königsbronnhof hat man eine schöne Sicht auf die Silhouette der mittleren Schwäbischen Alb. Über Rudersberg und Plüderhausen geht es weiter zum Endpunkt des HW 10 in Lorch. Dort lohnt sich die Besichtigung des Klosters Lorch, das 1102 von den Staufern als Familiengrablege gegründet wurde.

Felsen und Weinberge im Neckartal (Reinhard Wolf)

Eine Übersicht über alle Wanderkarten und verfügbaren Wanderführer finden Sie hier.

Tourendatenbank (Tour 319) mit Zusatzinformationen wie Startpunkte, Attraktionen am Weg, Overlays, GPX-Tracks für digitale Karten.