Schwäbische-Alb-Südrand-Weg (HW2)

Der Hauptwanderweg 2 (Schwäbische-Alb-Südrand-Weg) ist, neben dem
HW 1, mit seinen über 100 Jahren der älteste Hauptwanderweg des Schwäbischen Albvereins. Er erstreckt sich von Donauwörth entlang des Südrands der Schwäbischen Alb bis nach Tuttlingen. Der Südrand der Schwäbischen Alb bietet zwar weniger Höhenunterschiede als der Albtrauf auf der Nordseite, dafür wartet der HW 2 jedoch auf seiner Länge von knapp 290 Kilometern mit zahlreichen kulturellen und naturkundlichen Sehenswürdigkeiten auf und bietet so für den Wanderer interessante Abwechslungen.

Markierungszeichen für den HW 1 und HW 2 - das rote Dreieck

Von Donauwörth über Dischingen bis Giengen an der Brenz durchquert der HW 2 flachwelliges Hügelland mit kleinen idyllisch gelegenen Ortschaften. Vorbei an der Charlottenhöhle, mit 587 m eine der längsten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb, führt der HW 2 durch das Lonetal. Bei Stetten ob Lontal lohnt ein Abstecher zum Archäopark Vogelherd zur Besichtigung der Vogelherdhöhle, die 2017 als eine von 6 Höhlen der Schwäbischen Alb in das UNESCO-Welterbe aufgenommen wurde. Vorbei an Langenau erreicht der HW 2 Ulm. Sehenswert ist das Ulmer Münster, dessen 161,53 m hoher Turm dem Wanderer einen prächtigen Rundumblick bietet. Auch ein Besuch der Altstadt mit dem Fischer- und Gerberviertel an der Mündung der Blau in die Donau lohnt sich. Weiter verläuft der HW 2 über das Hochgesträß mit einer schönen Sicht über das Donautal und Oberschwaben nach Blaubeuren zum sagenumwobenen Blautopf, einer 22 m tiefen tiefblauen Karstquelle und der angrenzenden Klosteranlage. Zu den Höhlen des UNESCO-Weltkulturerbes im Achtal, Geißenklösterle und Hohle Fels, kann einen Abstecher unternehmen. Vor mehr als 40.000 Jahren hinterließen hier Menschen die ältesten mobilen Kunstwerke und Musikinstrumente der Welt, u.a. die Venus und Flöten im Hohle Fels. Mehr Informationen gibts im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren.

Blautopf in Blaubeuren (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)  Rekonstruiertes Tor auf der Heuneburg (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)  Wacholderheide Digelfeld bei Hayingen (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)

Über die Ruine Hohenschelklingen mit lohnendem Blick auf das Achtal mit dem Umlaufberg der Ur-Donau und über die beiden klaren Quelltöpfe der Ach und der Urspring erreicht der HW 2 bei Erbstetten das Große Lautertal. Dem Großen Lautertal folgt der HW 2 bis zur Maisenburg; dort geht es über Hayingen ins Digelfeld, einer großen Wacholderheide und weiter ins Glastal, vorbei an mehreren Höhlen bis nach Zwiefalten mit seiner großen Klosteranlage und einer wunderschönen Barockkirche. Historisch bedeutend ist das nächste Ziel, die »Keltenstadt« Heuneburg (sehenswert sind Freilichtmuseum und das Keltenmuseum in Hundersingen). Über die Ruine Schatzberg führt der HW 2 nach Sigmaringen; weithin sichtbar thront dort das Schloss der Fürsten zu Hohenzollern. Ab hier folgt der HW 2 dem Oberen Donautal, das sich tief in den Kalkstein der Schwäbischen Alb eingegraben hat. Von hoch aufragenden Felsen bieten sich immer wieder eindrucksvolle Ausblicke ins Donautal. Der HW 2 führt vorbei an der Klosteranlage bei Inzigkofen und durch den fürstlichen Park mit dem Amalienfelsen und der Teufelsbrücke, vorbei an Burgen und Ruinen, wie die Ruinen Falkenstein, die Ruine Hausen oder die Burg Wildenstein. Unser Wanderheim Rauher Stein befindet sich nahe des namensgebenden Aussichtsfelsens. Vorbei an der Klosteranlage von Beuron im Donautal verläuft der HW 2 über das Schloss Bronnen und die Ruine Kallenberg nach Fridingen a.d.D. Von dort führt der HW 2 zum Endpunkt nach Tuttlingen. An der Donaubrücke zum Rathaus trifft der HW 2 auf den HW 1.

Donaufelsen (Foto: Katharina Knaup)  Teufelsbrücke bei Inzigkofen (Foto: Katharina Knaup)  Schloss Bronnen über dem Oberen Donautal (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)

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