Main-Neckar-Rhein-Weg (HW 3)

Der Wanderweg Baden-Württemberg wurde anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Landes Baden-Württemberg 1978 angelegt. Er verbindet vom äußersten Nordosten (Wertheim am Main) bis in den Südwesten (Lörrach am Rhein) zahlreiche unterschiedliche Naturräume Baden-Württembergs und vermittelt so dem Wanderer die Vielfalt der Landschaften Südwestdeutschlands und deren Höhepunkte. Auf 545 km Länge werden Abwechslung und Sehenswertes geboten – zu Fuß quer durch Baden-Württemberg auf einem der längsten Fernwanderwege im Ländle.

Von Wertheim bis Villingen-Schwenningen wird der Wanderweg Baden-Württemberg als Hauptwanderweg 3 vom Schwäbischen Albverein betreut. Im weiteren Verlauf bis Lörrach ist der Schwarzwaldverein zuständig. Als Markierungszeichen findet ein grünes Bäumchen Verwendung, ergänzt durch einen roten Strich im Bereich des Vereinsgebiets des Schwäbischen Albvereins.

HW 3

Beginnend in Wertheim am Main folgt der HW 3 zunächst dem Taubertal, vorbei an der beeindruckenden Burganlage in Wertheim, dem ehemaligen Kloster Bronnbach, der Gamburg bis nach Bad Mergentheim mit seinem mittelalterlichen Stadtbild und dem Deutschordensschloss. Das Taubertal wird nicht ohne Grund als »lieblich« bezeichnet, bieten sich dort neben den kulturellen Glanzlichtern auch abwechslungsreiche Landschaften und hübsche Ausblicke. Weiter geht es nach Süden über die Hohenloher Ebene durch das schöne Jagst- und Kochertal. Hier trifft der Wanderer auf imposante Brücken, wie die gedeckte Holzbrücke bei Bächlingen, auf beeindruckende historische Bauten und Schlösser, beispielsweise das Schloss Langenburg an der Jagst, den historische Stadtkern von Schwäbisch Hall und die Comburg. Über den Hagbergturm, ein Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins bei Gschwend, durch den Schwäbischen Wald, vorbei an zahlreichen historischen Mühlen erreicht der HW 3 die Klosterstadt Lorch an der Rems. Von dort verläuft der HW 3 durch den Welzheimer Wald und den Schurwald und erreicht bei Esslingen den Neckar. Die Stadt Esslingen mit ihrer historischen Steinbrücke, erhaltenen Verteidigungsanlagen und einem historischen Stadtkern lädt zum Verweilen ein.

Burg Wertheim (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)   Hagbergturm bei Gschwend (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)

Nun verläuft der Wanderweg durch das Vorland der Schwäbischen Alb und bietet dem Wanderer von der Oberensinger Höhe einen Blick auf den ca. 350 Meter hohen markanten Albtrauf mit seinen Felsen. Entlang des Neckars geht es vorbei am Zwei-Eichen-Turm bei Pliezhausen und am Kloster Bebenhausen zur alten Universitätsstadt Tübingen.

Als landschaftlicher Höhepunkt wird im weiteren Verlauf der Albtrauf erreicht. Über die Burg Hohenzollern steigt der HW 3 zum Raichberg auf. Am Zeller Horn lohnt sich ein Blick zurück auf die Burg Hohenzollern. Das Wanderheim Nägelehaus bietet nach dem anstrengenden Aufstieg die Möglichkeit zur Rast. Von dort geht es entlang des Albtraufs vorbei an zahlreichen aussichtsreichen Felsen, über den Lemberg, mit 1015 Metern der höchste Berg der Schwäbischen Alb mit einem Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins und über den Dreifaltigkeitsberg hinunter nach Spaichingen. Von dort führt der Weg über den Hohenkarpfen und den Lupfen mit einem weiteren Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins durch die Baar dem Schwarzwald entgegen.

Im weiteren Verlauf durchquert der Wanderweg Baden-Württemberg die beeindruckende Berglandschaft des Südschwarzwalds, vorbei am Titisee über den Feldberg bis hinunter nach Lörrach, dem Endpunkt.

Burg Hohenzollern vom Zeller Horn (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)  Hohenkarpfen bei Spaichingen im Abendlicht (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)

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