Schwarzwald-Schwäbische-Alb-Allgäu-Weg (HW 5)

Der Hauptwanderweg 5 führt auf 307 km von Pforzheim bis auf den Schwarzen Grat. Interessante Landschaftsräume, die Abwechslung und Sehenswertes bieten, werden hierbei durchquert: Vom Nordschwarzwald über die Gäuflächen, am Rand des Schönbuchs entlang, über die Schwäbische Alb und Oberschwaben bis hinunter ins württembergische Allgäu. Jeder Landschaftsraum hat sein ganz eigenes, charakteristisches Erscheinungsbild und macht diese Wanderung zum Erlebnis. Der Burgen-Weg begleitet den HW 5 vom Neckar zur Donau. Er führt auf 85 Kilometern von Reutlingen oberhalb des Echaztales zum Schloss Lichtenstein und weiter auf den Sternberg, dann durchs Tal der Großen Lauter zur Donau und zum Endpunkt Zwiefalten. 25 ehemalige Adelssitze liegen an der Wanderstrecke, viele der Burgruinen, Burgstellen und Schlösser wurden in den letzten Jahrzehnten mit viel Aufwand restauriert oder konserviert.

HW 5

Der HW 5 beginnt am Südrand von Pforzheim am Kupferhammer beim Zufluss der Würm in die Nagold. Hier starten mehrere Hauptwanderwege des Schwäbischen Albvereins (HW 5, HW 8, HW 10) wie auch des Schwarzwaldvereins – eine Hinweistafel am Startpunkt bietet einen Überblick. Durch das idyllische Würmtal, vorbei an der Ruine Liebeneck, verlässt der HW 5 den Schwarzwald und durchquert die offene Landschaft des Heckengäus mit ihren kleinräumigen Strukturen aus Grünflächen, Hecken, Heiden und Ackerland. Die markante Kuppe des Naturschutzgebiets Büchelberg bietet attraktive Heideflächen. Durch Weil der Stadt und weiter durch das nun breiter gewordene Würmtal erreicht der HW 5 schließlich südlich von Ehningen das große Waldgebiet des Naturparks Schönbuch. Dort folgt der Wanderer dem Schönbuchrand, der immer wieder reizvolle Blicke auf die Obstbaumwiesen und Ortschaften der tiefer gelegenen Gäuflächen bietet. Vorbei am geschichtsträchtigen Bebenhausen mit seinem mittelalterlichen Ortsbild, Schloss und Kloster erreicht der HW 5 das Neckartal. Von dort lohnt sich ein Abstecher nach Tübingen, mit seiner sehenswerten historischen Altstadt.

Über die Fläche der Härten erblickt der Wanderer stets die »Blaue Mauer« der Schwäbischen Alb, die er schließlich in Pfullingen erreicht. Beim Aufstieg zum Schönberg (Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins) erfreuen die blühenden Magerwiesen die Wanderer.

Im Heckengäu (Foto: Reinhard Wolf)  Der Schönbergturm des Schwäbischen Albvereins (Foto: Katharina Knaup)  Aussicht vom Schönbergturm (Foto: Katharina Knaup)

Vorbei an der Nebelhöhle, einer beeindruckenden Tropfsteinhöhle, die auch besichtigt werden kann, und dem Schloss Lichtenstein, einer romantischen Schöpfung frei nach Wilhelm Hauff, führt der HW 5 weiter über die Hochfläche der Schwäbischen Alb. Auf dem Sternberg (Aussichtsturm und Wanderheim des Schwäbischen Albvereins) bieten sich dem Wanderer schöne Ausblicke, und bei Gomadingen wird schließlich das Große Lautertal erreicht. Hier reihen sich die Burgruinen wie an einer Kette aneinander und bieten herrliche Aussichten auf das Tal und die umgebende Landschaft. Erwähnenswert: Die Burg Derneck, ein Wanderheim des Schwäbischen Albvereins südlich von Gundelfingen, bietet Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit an.

Der Burgen-Weg verläuft großenteils auf derselben Strecke wie der HW 5. Abweichungen finden sich zu Beginn des Weges von Reutlingen bis zur ehemaligen Station Lichtenstein, dann von Kohlstetten bis zum Sternberg. Ab der Laufenmühle trennen sich die Wege. Der Burgen-Weg führt über den aussichtsreichen Hochberg nach Rechtenstein und weiter zum Endpunkt Zwiefalten mit seiner herrlichen barocken ehemaligen Klosterkirche, während der HW 5 die Mündung der Großen Lauter in die Donau ansteuert und dann hinauf zum Bussen führt.

Bei Lauterach erreicht die Lauter das Donautal, der HW 5 verlässt hier die Schwäbische Alb, wechselt über die Donau und strebt weiter nach Süden, hinein nach Oberschwaben. Über den markanten Bussen, der neben einer Wallfahrtskirche einen herrlichen Ausblick bis zu den Alpen bietet, durch das historisch interessante Biberach und vorbei an der Wallfahrtskirche in Steinhausen, führt der HW 5 weiter nach Bad Waldsee. Hier lohnt sich ein Abstecher in die beschauliche historische Altstadt. Weiter verläuft der Weg zum Feuchtgebiet des Naturschutzgebiets Wurzacher Ried mit seinem Naturschutzzentrum und nach Bad Wurzach. Der Weg verlässt Oberschwaben, und geht im württembergischen Allgäu weiter: Von Leutkirch aus führt er hinauf in die bewaldete Berglandschaft der Adelegg, und dort auf den Gipfel des Schwarzen Grats. Mit 1118 m Höhe ist er der höchste Berg Württembergs. Mit einem Blick vom Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins auf die Alpen endet der HW 5 hier.

Schloss Lichtenstein (Foto: Eva Walter)  Blick ins Große Lautertal von der Ruine Hohengundelfingen (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)  Im Wurzacher Ried (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)

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