Schwäbische-Alb-Oberschwaben-Weg (HW 7)

Bei der Klosteranlage von Lorch startet der Hauptwanderweg 7 und führt den Wanderer auf 233 Kilometern vorbei an den drei Kaiserbergen durch das Albvorland, über die reizvolle Kalklandschaft der Schwäbischen Alb hinein in die ehemals von Gletschern geformte Hügellandschaft Oberschwabens bis hin zum Bodensee. Der HW 7 verbindet kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten.

HW 7

Schon zu Beginn lohnt ein Besuch des Klosters in Lorch, bevor man dem HW 7 nach Süden durch das Albvorland folgt. Hierbei bietet sich immer wieder ein Blick auf die Albhochfläche sowie auf die drei Kaiserberge, die als Zeugenberge das Landschaftsbild prägen. Vorbei am Wäscherschloss führt der HW 7 den Wanderer hinauf auf einen dieser Berge – den Hohenstaufen, wo eine Burgruine vom früheren Stammsitz der Staufer zeugt. Über Göppingen und weiter durch offene Landschaften, vorbei an zahlreichen Streuobstwiesen, erreicht der HW 7 südlich von Bad Boll den Trauf der Schwäbischen Alb. Der Aufstieg auf den Boßler wird mit schönen Ausblicken auf das Albvorland und die Kaiserberge belohnt.

Von dort folgt der Wanderer dem Albtrauf mit zahlreichen Ausblicken bis zum Abstieg ins Filstal nach Wiesensteig mit seinem sehenswerten historischen Stadtbild sowie seinem Residenzschloss. Auf attraktiven Naturpfaden bieten sich dabei immer wieder schöne Ausblicke.

Weiter geht es durch das Filstal bis zum Filsursprung, einer typischen Karstquelle. Von dort folgt der HW 7 dem Hasental, einem charakteristischen Trockental, nach Süden. Durch ein enges Seitental führt der Wanderweg hinauf zu zwei bemerkenswerten Höhlen, der Schertelshöhle und dem Steinernen Haus.

Im Filstal (Foto: Katharina Knaup)  Steinernes Haus (Foto: Katharina Knaup)

Über die Hochfläche der Schwäbischen Alb mit ihren charakteristischen bewaldeten Kuppen und offenen Tälern verläuft der HW 7 vorbei an Westerheim und Laichingen hin zu zwei weiteren geologischen Höhepunkten: zur Laichinger Tiefenhöhle, der einzig zugänglichen Schachthöhle Deutschlands nahe Laichingen sowie zur Sontheimer Höhle, der ältesten Schauhöhle Deutschlands südlich von Heroldstadt.

Mit einem weiteren landschaftlichen Höhepunkt wartet der Hauptwanderweg in seinem weiteren Verlauf auf: Das felsige und wildromantische Bärental, das teils über Stufen erschlossen wird und den Wanderer hinunter ins Schmiechtal nach Hütten führt. Durch die Lutherischen Berge, einer evangelischen Enklave im sonst katholischen Gebiet, erreicht der HW 7 das Wanderheim des Schwäbischen Albvereins Farrenstall in Weilersteußlingen (an Wochenenden und Feiertagen geöffnet).

Weiter nach Süden durchquert der HW 7 das Wolfstal, eine großartige Schlucht mit engen Massenkalk-Felstoren, und führt dann hinauf auf den Hochberg. Von dort bietet sich ein schöner Blick auf das Donautal und auf Oberschwaben. Bei Zwiefaltendorf wird schließlich die Donau überquert, und es geht hinauf auf den Bussen, einen der bedeutendsten Wallfahrtsorte Oberschwabens mit einer herrlichen Aussicht bis zu den Alpen. Von hier oben sehen wir das nächste Ziel, den Federsee und Bad Buchau. Das Naturschutzgebiet Federsee mit dem Federseesteg, die Therme und der Wackelwald laden zu einem Aufenthalt ein. Einen Besuch lohnt auch das Federseemusum mit Freigelände, das Einblick in das Leben der Steinzeit in Oberschwaben gewährt. Vier Stätten am Federsee gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen“. Weiter führt der HW 7 durch die Moränenlandschaft Oberschwabens, über Bad Saulgau mit historischer Altstadt und Thermalbad, vorbei am Kloster Sießen zum Berg Rinkenburg mit schönem Ausblick auf das Pfrunger-Burgweiler Ried. Weiter geht es am Illmensee vorbei, über den Gehrenberg mit schöner Aussicht, bis der Wanderer schließlich den Endpunkt des HW 7 in Friedrichshafen erreicht.

Blick vom Emerberg zum Bussen mit Zwiefaltendorf im Vordergrund (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)  Im Naturschutzgebiet Federsee (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)

 

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