Frankenweg (HW 8)

Der Hauptwanderweg 8 verläuft durch die nördlichen Teile des Vereinsgebiets. Auf 210 Kilometern führt er den Wanderer von Pforzheim durch das südliche Kraichgau über die bewaldeten Höhen des Heuchelbergs, quert bei Heilbronn das Neckartal hinüber in den Schwäbisch-Fränkischen-Wald und verläuft bis hin zur Hohenloher Ebene nach Rothenburg ob der Tauber. Waldreiche Gebiete wechseln mit fruchtbaren offenen Landschaften ab und bieten dem Wanderer viel Abwechslung.

HW 8

Der HW 8 beginnt am Südrand von Pforzheim am Kupferhammer. Anfangs führt er den Wanderer nach Norden durch die Stadt auf die fruchtbaren Flächen des südlichen Kraichgaus. In Maulbronn lohnt sich ein Besuch der großen Klosteranlage, die als eine der am besten erhaltenen Klosteranlagen nördlich der Alpen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.  Im weiteren Verlauf des HW 8 trifft der Wanderer immer wieder auf Überreste der Eppinger Linie, eines Verteidigungswalls, der im 17. Jahrhundert während des Pfälzischen Erbfolgekriegs gegen den Vormarsch französischer Truppen unter König Ludwig XIV. errichtet wurde.

Bei Sternenfels werden die bewaldeten Höhen des Strombergs erreicht. Ein Aussichtsturm auf einer ehemaligen Burgstelle bietet einen schönen Ausblick auf die Umgebung. Der HW 8 folgt weiter der Eppinger Linie, bis dieser nahe Eppingen den bewaldeten Höhenzug des Heuchelbergs erreicht. Dessen lang gestrecktem Rücken folgt der HW 8 durch Wald und vorbei an Weinberghängen bis zu dessen östlichstem Punkt. Hier bietet sich vom Aussichtsturm, der Heuchelberger Warte, ein schöner Blick auf die Weinberghänge und das Neckartal. Der HW 8 durchquert dieses bei Heilbronn und steigt auf der anderen Talseite hinauf in die Löwensteiner Berge. Vom Schweinsbergturm, oberhalb von Heilbronn, blickt man zurück auf das Neckartal und die nahe gelegene Burg Stettenfels im Schozachtal. Durch die Wälder der Löwensteiner Berge weiter nach Osten erreicht der HW 8 schließlich Löwenstein mit sehenswerter Burgruine und historischem Ortskern.

Brunnenhaus im Kloster Maulbronn (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)  Heuchelberger Warte (Foto: Thomas Pfündel/Eva Walter)

Im weiteren Verlauf tritt der HW 8 in die Wälder des Schwäbisch Fränkischen Waldes ein. Man erreicht den Steinknickleturm bei Neuhütten, einen Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins. Vorbei an der Burg Maienfels geht es  nach Nordosten, durch das Brettach- und Ohrntal, durch Wälder und offene Landschaft mit kleinen Weilern. Bei Waldenburg verlässt der HW 8 schließlich die Schwäbisch-Fränkischen-Waldberge und tritt in die Hohenloher Ebene ein. Zuerst durch offene Landschaft erreicht der Weg schließlich bei Künzelsau das idyllische Kochertal. Vorbei am Schloss Stetten, einer gut erhaltenen mittelalterlichen Burganlage aus der Stauferzeit, verlässt der HW 8 das Kochertal nach Osten und erreicht bei Langenburg das Jagsttal. Hier lohnt es sich, das Schloss Langenburg und unser Naturschutz-Großprojekt am Schlossberghang zu besichtigen.

Weiter durch die offene Landschaft der Hohenloher Ebene, vorbei an kleinen Weilern und Höfen wird schließlich das Ziel des HW 8 erreicht: In Rothenburg ob der Tauber lockt die historische Altstadt, idyllisch im Taubertal gelegen, den Wanderer, dort zu verweilen.

Steinknickle bei Wüstenrot-Neuhütten (Reinhard Wolf)  Blick von Langenburg ins Jagsttal und nach Bächlingen (Reinhard Wolf)

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