Die Tourismushelden vom Albschäferweg

Das Kompetenz-Team Albschäferweg ist mit dem Titel „Tourismushelden Baden-Württemberg“ 2023 ausgezeichnet worden. Auf der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart übergab Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im baden-württembergischen Ministerium für Wirt Tourismus, die Auszeichnung in der Kategorie Freizeitdienstleistungen und Destinationen an die Preisträger.


Hauptfachwart für Wege, Gerhard Stolz, ist Tourismusheld 2022.

Bereits 2022 wurde der Hauptfachwart für Wege des Schwäbischen Albvereins, Gerhard Stolz, als „Tourismusheld“ für seinen Einsatz für ein gut gepflegtes und ausgeschildertes Wanderwegenetz im Vereinsgebiet ausgezeinet. Da die CMT aufgrund der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr nicht stattfand, konnte Gerhard Stolz seine Auszeichnung allerdings nicht persönlich entgegennehmen.


Unsere Tourismushelden. Das Kompetenz-Team Albschäferweg in der MItte sowie Gerhard Stolz, unser Hauptfachwart für Wege (r.)., ganz links weitere Preisträger aus dem Landkreis Heidenheim.

Zum Kompetenz-Team Albschäferweg gehören Monika Suckut, als Tourismusbeauftragte des Landkreises Heidenheim, Wolfgang Pösselt als Wanderführer und Vertreter der Schäferkultur, Wolfgang Schwarz als Gauwegewart und Otto Palfi als Zanger Wegewart des Schwäbischen Albvereins. Seit fast zehn Jahren arbeiten sie eng zusammen, um gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen die Qualität der Markierungen, das Wandererlebnis und die Zertifizierung des 160 Kilometer langen Mehrtageswanderwegs als Qualitätsweg zu sichern. Mit Erfolg! 2022 wurde der Albschäferweg im Rahmen der Publikumswahl des Wandermagazins als „Deutschlands schönster Wanderweg“ ausgezeichnet, der nicht nur Einheimische, sondern auch viele auswärtige Wandergäste anzieht.

Schwäbischer Albverein hatte das Team für die Auszeichnung vorgeschlagen

Gemeinsam mit dem Team freuen sich Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Schwäbischen Albvereins, und der Heidenheimer Landrat Peter Polta über die Auszeichnung als „Tourismushelden“. „Diese enge Zusammenarbeit zwischen Tourismusförderung und Schwäbischer Albverein im Landkreis Heidenheim ist ziemlich einmalig“, sagt Rauchfuß. „Gemeinsam haben wir ein attraktives Wanderwegenetz entwickelt. Das Kompetenz-Team ist hier der Dreh- und Angelpunkt und leistet eine großartige Arbeit. Deshalb haben wir das Team auch für den Tourismushelden-Preis vorgeschlagen. Wir vom Schwäbischen Albverein freuen uns sehr über die Auszeichnung, die auch allen unseren ehrenamtlichen Wegewarten gilt,“ so Rauchfuß.

Landrat Peter Polta bedankt sich für gute Zusammenarbeit.

Landrat Peter Polta betont: „Das Tourismus-Team des Landkreises setzt sich mit Herzblut und Leidenschaft für den Albschäferweg und damit für die Tourismusentwicklung im Landkreis Heidenheim ein. Wir sind stolz auf diese herausragende Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Ehrenamt. Eine für uns unbezahlbare Leistung. Ebenso dankbar sind wir aber auch für private Investoren und kreative Köpfe, die unseren Landkreis mit ihrer Schaffenskraft attraktiver machen, zu denen Andreas Widmann mit seiner Familie und Familie Walter von der Burg Katzenstein ohne Zweifel gehören.“

Was verbirgt sich hinter der Auszeichnung „Tourismushelden Baden-Württemberg“?

Die Auszeichnung „Tourismushelden Baden-Württemberg“ wird jedes Jahr vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg und den baden-württembergischen IHKs vergeben. In Zusammenarbeit mit der Messe Stuttgart als Veranstalterin der CMT werden Personen ausgezeichnet, die sich mit viel Engagement um den Tourismus in Baden-Württemberg kümmern. Der Tourismus ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsbereiche für Baden-Württemberg. Das liegt nicht nur an besonders schönen Landschaften, zahlreichen Sehenswürdigkeiten und köstlichem Essen, sondern vor allem an der Vielzahl touristischer Angebote, hinter denen authentische, liebenswerte, innovative und gastfreundliche Menschen stehen. Sie alle verfolgen das Ziel, das Reise- und Genießerland Baden-Württemberg für Einheimische und Gäste erlebbar zu machen, heißt es in der Ausschreibung zum Tourismushelden-Preis.

HW1 und Gustav-Ströhmfeld-Weg sind Qualitätswege

Zwei Wege des Schwäbischen Albvereins sind erneut mit dem Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbands ausgezeichnet worden – der HW1 (Albsteig) und der Gustav-Ströhmfeld-Weg. Der Deutsche Wanderverband übergab bei der Urlaubsmesse CMT die Zertifikate.

Heiko Zeeb vom Schwäbischen Alb Tourismusverband und Hauptfachwart für Wege Gerhard Stolz vom Schwäbischen Albverein nehmen die Zertifizierungsurkunde für den HW1/Albsteig entgegen. Überreicht wurde sie von Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbands und des Schwäbischen Albvereins. (v.l.n.r.). Foto: Schwäbischer Albverein

HW1 (Albsteig) einer der schönsten Fernwanderwege Deutschlands

Der Hauptwanderweg 1 des Schwäbischen Albvereins (HW1) hat mehrere Namen. Am bekanntesten ist er sicherlich als Schwäbische Alb-Nordrandweg. Vermarktet wird er aber auch unter dem Titl „Albsteig“. 359 Kilometer ist er lang und gehört zu den ältesten Fernwanderwegen in Deutschland. Zum fünften Mal ist er nun mit dem Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ mittweile zum fünften Mal.

Der Zertifizierungsprozess ist aufwendig. Ein Qualitätsweg muss nämlich verschiedene Kriterien erfüllen, unter anderem eine ausgezeichnete Markierung, einen hohen Anteil an Naturpfaden sowie zahlreiche Attraktionen entlang des Wegs. Vor vier Jahren war der HW1 vom Schwäbischen Albverein in seiner Streckenführung noch einmal verbessert und neu markiert worden – weg von Asphalt und befestigten Waldwegen hin zu mehr Naturpfaden. Eine aufwendige Arbeit, die sich auch bei dieser Zertifizierungsrunde ausgezeichnet hat. Die Prüfer des Deutschen Wanderverbands, die die Strecke in Teilen abgelaufen sind, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Zustand und der Attraktivität des Wegs.

Dank an Hauptfachwart Gerhard Stolz und alle Wegewarte vor Ort

„Der HW1 ist sicherlich einer der schönsten und bestmarkierten Wege in unserem Vereinsgebiet“, erklärt Martina Steinmetz, Wegereferentin des Schwäbischen Albvereins, und hob die Leistung von Hauptfachwart für Wege Gerhard Stolz und aller Wegewarte vor Ort hervor. „Nur durch ihr Engagement können wir ein Wegenetz in dieser Qualität garantieren.“


Eckard Ruopp (l.) von der Albvereins-Ortsgruppe Metzingen nimmt die Zertifizierungsurkunde von Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbands und des Schwäbischen Albvereins, entgegen. Foto: Schwäbischer Albverein

Gustav-Ströhmfeld-Weg zum vierten Mal zertifiziert

Der Gustav-Ströhmfeld-Weg war erstmalig 2012/13 vom Deutschen Wanderverband als Qualitätswanderweg zertifiziert wurden. Im Vorfeld hatte man den bereits 1940 als Albvereinsweg angelegte Wanderweg vom Bahnhof in Metzingen zum Bahnhof in Neuffen umfangreich modernisiert und mit neuen Wegzeigern versehen. Die Wegeführung verläuft aus Naturschutzgründen ausschließlich auf bereits bestehenden Albvereinswegen.

Der Gustav-Ströhmfeld-Weg ist benannt nach dem Schöpfer des Albvereins-Wegenetzes. Der Wanderweg ist 22 Kilometer lang und gilt mit seiner Wegführung auf den Höhen des Albtraufs als einer der schönsten Streckenwanderwege auf der Schwäbischen Alb. Ergänzt wird er mit insgesamt sieben Rundwanderwegen.

Dank an die Ortsgruppe Metzingen und ihre Wegewarte

Martina Steinmetz dankte den Wegebeauftragten der Ortsgruppe Metzingen, Eckard Ruopp und Konrad Berger sowie deren Vorgänger Hans Bader. „Sie setzen die Kriterien für die Zertifizierung vorbildlich um.“

Starkes Wir-Gefühl macht Albschäferweg erst möglich

Seit Jahren schon arbeiten der Schwäbische Albverein und der Landkreis Heidenheim eng zusammen, wenn es um den Albschäferweg und seine Zeitspuren geht. Im Frühjahr 2022 hat man diese Partnerschaft in eine offizielle Vereinbarung gefasst. Zum Auftakt der Albschäferwoche am Samstag, 15. Oktober, bekräftigten Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß und der Heidenheimer Landrat Peter Polta die langjährige Partnerschaft.

Das Projekt „Albschäferweg“ nahm 2012 seinen Anfang. Bei seiner Entwicklung waren Vertreter des Donau-Brenz-Gaus sowie verschiedene Ortsgruppen von Anfang an eng eingebunden. Daraus entstanden der 158 Kilometer lange Fernwanderweg sowie örtliche Rundwanderwege, die Zeitspuren. Die Wegewarte des Albvereins haben diese Wege und auch das Grundwegenetz neu beschildert.

Ein im Tourismusbereich des Landratsamts Heidenheim angesiedeltes Kompetenz-Team bestehend aus den Tourisikern des Landkreises sowie Vertretern des Albvereins kümmern sich um die Vermarktung des Weges und steuern die Zusammenarbeit mit mit allen Wegewarten und Wegepaten.

Albvereinspräsident Rauchfuß lobte die Partnerschaft zwischen Wanderverband und Landratsamt als vorbildlich. „Das alles geht nur gemeinsam! Hinter dem Weg steht ein starkes Wir-Gefühl“, so Rauchfuß.

Seit 2015 ist der Albschäferweg als Qualitätsweg durch den Deutschen Wanderverband zertifiziert. Der Schwäbische Albverein hat den Weg zudem offiziell – wie etwa die Hauptwanderwege – in sein Verzeichnis anerkannter Wanderwege aufgenommen. In diesem Jahr kam noch eine weitere Auszeichnung dazu. Beim Publikums-Voting des Wandermagazins als „Deutschlands Schönster Wanderweg“ erreichte der Albschäferweg den ersten Platz in der Kategorie „Mehrtageswanderungen“.

Der Schwäbische Alb-Oberschwaben-Weg HW7

Ein neuer Wanderführer zum HW7 ist erschienen. Er beschreibt den 232 Kilometer langen Weg vom Remstal zum Bodensee. Es ist der achte Band der Baden-Württemberg Reihe zu den Hauptwanderwegen, die der GWP-Verlag gemeinsam mit dem Schwäbischen Albverein herausgibt. Der Band ist derzeit exklusiv beim Schwäbischen Albverein erhältlich, und zwar Subskriptionspreis von 18,00 Euro (statt später 21,90 Euro).

Der Schwäbische Alb-Oberschwaben-Weg HW7 ist geprägt durch raue Höhen, grüne Weiten, faszinierende Naturparadiese und einen See wie ein Meer. Der Fernwanderweg eignet sich besonders für alle, die gerne auf weniger bekannten Routen Ruhe und Genuss suchen.

Aus dem lieblichen Remstal gilt es zuerst den Berg zu erklimmen, dessen Haupt einst Stammsitz berühmter Könige und Kaiser war: der Hohenstaufen. Hinter Göppingen geht es weiter bergauf auf die Schwäbische Alb. Stille Flusstäler, kühle Karsthöhlen und schier endlose Weiten prägen die Hochflächen. Die noch zahme Donau markiert den Südrand der Alb und den Beginn Oberschwabens. Vom „Heiligen Berg“, dem Bussen, ist in weiter Ferne bereits das Schwäbische Meer zu erahnen. Dazwischen betten sich sattgrüne Wiesen, Moore und Riede zu Füßen mächtiger Gipfel: Die Alpen erscheinen zum Greifen nahe. Doch bevor man den Bodensee erreicht, kann sich der Wanderer noch an der Schönheit des Naturparadieses Fededersee bei Bad Buchau erfreuen. Am Ziel wartet die Zeppelinstadt Friedrichshafen.

Das Buch enthält neben allen Informationen zum 232 Km langen Weg Angaben zu touristischen Höhepunkten und persönliche Tipps des Autors. GPS-Tracks zum einfachen Download via QR-Code oder Link, nummerierte Marken im Höhenprofil, im Textblock, auf den Fotografien und Karten ermöglichen eine leichte Nachvollziehbarkeit des Weges. Für schwierige Situationen stehen Koordinaten im WGS84 Format zur Verfügung. Ein kurzer Einleitungsteil erläutert die Verwendung. Hier eine Leseprobe.

Derzeit erhalten Sie den Band zum Subskriptionspreis von 18,00 Euro (statt später 21,90 Euro) im Lädle des Schwäbischen Albvereins in der Hospitalstraße in Stuttgart oder in unserem Online-Shop.

In der Baden-Württemberg Reihe Hauptwanderwege sind bereits erschienen:
Der Schwäbische Alb Nordrand-Weg HW1, der Schwäbische Alb Südrand-Weg HW2, der Main-Neckar-Rhein-Weg HW3 – Nord, der Main-Neckar-Rhein-Weg HW3 – Süd, der Limeswanderweg Baden-Württemberg HW6, der Frankenweg HW8, der Stromberg-Schwäbische Wald-Weg HW10 sowie ein Band über Aussichtspunkte auf der Schwäbischen Alb.

Albschäferweg ist Deutschlands schönster Wanderweg 2022

Das Ergebnis der Abstimmung zur Wahl „Deutschlands schönster Wanderweg 2022“ steht fest: Platz eins in der Kategorie der Mehrtagestouren an den „Albschäferweg“ in der Heidenheimer Brenzregion.

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Die Mitglieder des Albschäferweg-Kompetenzteams, die sich um die Vermarktung und Pflege des Albschäferwegs kümmern, nahmen bei der Feierstunde die Auszeichung zu „Deutschlands schönstem Wanderweg“ entgegen. Das Team besteht aus der Tourismusbeauftragten des Landkreises Heidenheim Monika Suckut (2.v.r.), Wanderführer und Albschäfer-Botschafter Wolfgang Pösselt (l.), Gauwegewart Wolfgang Schwarz (r.) und Wegewart Otto Palfi (2.v.l.) , alle drei vom Schwäbischen Albverein. Überreicht wurde der Preis von dem bekannten Wanderer Manuel Andrack und Thorsten Hoyer, dem Chefredakteur des Wandermagazins, das das Publikumsvotum jedes Jahr organisiert.

„Für den Schwäbischen Albverein als offizieller Partner des Albschäferwegs ist der erste Platz eine besondere Freude. Und für unsere ehrenamtlichen Wegewarte, die den Albschäferweg seit vielen Jahren beschildern und pflegen, ist die Auszeichnung eine große Anerkennung für ihre Leistung“, erklärte Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß bei der Preisverleihung am Freitag, 19. September, in Giengen an der Brenz. Er wies darauf hin, dass mit dem Albschäferweg ein ganzer Berufszweig geehrt werde. „Ohne Schäfer wäre unsere Kulturlandschaft nicht so, wie wir sie kennen. Ohne ihre Schafe keine Wacholderheide.“

Landrat Peter Polta bezeichnet den Albschäferweg als „Schaufensterprodukt der Schwäbischen Alb“. Er drückte seine Freude über und seinen Stolz über die Auszeichnung aus. Der Weg sei sehr wichtig für den Tourismus in der ganzen Region. Das zeige sich auch daran, dass viele Bürgermeister und Vertreter der Kommunen und Förderer des Wegs an der Preisverleihung teilnahmen.

Albverein maßgeblich an der Konzeption und Pflege beteiligt

Der Schwäbische Albverein war auf Gau- und Ortsebene in der Entwicklung des Albschäferweg eng eingebunden. Gleichzeitig mit der Einrichtung des Fernwanderwegs überarbeiten die Verantwortlichen auch das Wanderwegenetz und die Rundwege des Schwäbischen Albvereins in der Region sowie alle örtlichen Rundwanderwege. Sie alle bekamen eine Beschilderung anhand eines neu entwickelten Systems.

Der Albschäferweg ist seit Januar 2015 als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert. Die ihm angedockten Rundwanderwege unter dem Titel „Zeitspuren“ genügen ebenfalls hoher Qualitätsstandards, sind jedoch nicht zertifiziert. wurden in hoher Qualität ausgearbeitet, jedoch nicht zertifiziert. Vermarktet wird der „Albschäferweg und seine Zeitspuren“ vom Landkreis Heidenheim als Heidenheimer Brenzregion.

Um die Qualität dieses Angebots sowie des weiteren Wanderwegenetzes nachhaltig sicherzustellen, wurde ein Pflegekonzept ausgearbeitet, erprobt und bis heute weiterentwickelt. Das Kompetenzteam besteht weiterhin und koordiniert die Pflege, Wegewarte und zusätzliche Wegepaten kümmern sich um die laufende Kontrolle sowie einfache Pflegearbeiten des gesamten Wanderwegenetzes, die Kommunen sowie deren Bauhöfe und auch der Forst übernehmen schwere Pflegearbeiten.

Gute Zusammenarbeit wird noch besser

Um die gute Zusammenarbeit in der Heidenheimer Brenzregion weiterzuentwickeln, haben der Schwäbische Albverein und der Landkreis Heidenheim eine förmliche Vereinbarung ausgearbeitet. Diese wird vom 15. Oktober von Landrat Peter Polta und Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß während der Eröffnungswanderung zur Albschäferwoche offiziell unterzeichnet. Darüber nimmt der Schwäbische Albverein den Albschäferweg in das Verzeichnis anerkannter Wanderwege des Vereins auf.

Weitere Informationen zum Albschäferweg

 

Neue Wanderkarten „Welzheim“ und „Schwäbisch Gmünd“ vorgestellt

Pünktlich zum Start des 121. Deutschen Wandertags 2022 haben das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) und der Schwäbische Albverein zwei neue Wanderkarten für das Remstal herausgegeben und am Donnerstag, 4. August, in Fellbach vorgestellt. Die Karten „Welzheim“ und „Schwäbisch Gmünd“ im Maßstab 1:25000 bilden zusammen eine Fläche von etwa 1400 Quadratkilometern ab und zeigen das Remstal zwischen dem Schwäbisch Fränkischen Wald, dem Schurwald und dem Ostalbkreis bis nach Bad Cannstatt mit allen Wanderwegen. „Es ist unsere Aufgabe, einer breiten Öffentlichkeit Kartenmaterial zur Verfügung zu stellen, und diese beiden Karten sind ein weiterer wichtiger Baustein“, sagte Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen des Landes Baden-Württemberg bei der Kartenvorstellung.

Wanderweg der OG Fellbach als „barrierearm“ zertifiziert

FE 7 heißt ein neuer Wanderweg der OG Fellbach. Er führt auf den Fellbacher Hausberg, den Kappelberg. Das Besondere: Er ist barrierearm und als solcher auch zertifiziert worden.

v.l.n.r.: Herbert Brändle vom Verein Besinnungsweg e.V., Dieter Wolf von der OG Fellbach, Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Oberbürgermeisterin Gabriele Zull, Paul Rothwein vom Verein Besinnungsweg e.V., Gerhard Röger von der OG Fellbach. Foto: Peter D. Hartung

Die Wegeführung wurde extra für den Deutschen Wandertag konzipiert und passend beschildert. „Die Menschen können sich hier in einer tollen und ansprechenden Umgebung bewegen – ohne von großen Hürden ausgebremst zu werden“, so der Initiator des Wegs, Detlef Wolf von der OG Fellbach. Der FE7 sei eine wunderbare Wegstrecke, auf der Menschen mit Mobilitätseinschränkung sicher mit ihrer Begleitung unterwegs sein könnten. Auch passende Toiletten und Parkplätze sind in direkter Umgebung zu finden.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Besinnungsweg in Fellbach-Oeffingen, der vom Verein Besinnungsweg e.V. betreut wird.

Den besonderen Reiz der Ostalb erleben

Schwäbischer Albverein und Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) veröffentlichen neue Wanderkarte „Neresheim“ im Ostalbkreis.

Der Schwäbische Albverein und das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) setzen ihre bewährte Kooperation mit der neuen Wanderkarte Neresheim fort. Das Blatt gehört zur Wanderkartenserie mit dem Maßstag 1:25.000. „Die Karte beinhaltet die Wanderwege im Bereich von Neresheim bis Sontheim an der Brenz und Dillingen an der Donau“, berichtet LGL-Präsident Robert Jakob.

„Diese Wanderkarte bildet eine besonders faszinierende Landschaft der Ostalb, das Härtsfeld, ab“, stellte Landrat Dr. Bläse fest. Das Härtsfeld sei durch seine sanfte Weitläufigkeit, mit imposanten Felsen und beeindruckenden Ausblicken eine besonders schöne Wanderregion im Südosten des Ostalbkreises.

Für den Schwäbischen Albvereins sei diese Wanderkarte etwas Besonderes, erklärte Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. Sie decke nämlich Teile der schönsten Wanderwege Deutschlands mit ab. Dazu gehöre der Hauptwanderweg 2 „Schwäbische Alb-Südrand-Weg“, einer der ältesten Hauptwanderwege des Schwäbischen Albvereins. Er beginnt in Donauwörth und führt südlich von Neresheim, über Dischingen und Giengen an der Brenz nach Tuttlingen.

Mit Wanderkartenserie 1:25.000 wird eine seit Jahrzehnten bewährte, gute Zusammenarbeit zwischen dem Schwäbischen Albverein und dem LGL fortgesetzt. Insgesamt 72 Kartenblätter umfasst diese Wanderkartenserie, um ganz Baden-Württemberg abzudecken. Über 40 davon sind bereits veröffentlicht. Weitere Kooperationspartner sind Schwarzwaldverein und der Odenwaldclub in ihrer jeweiligen Wanderregion.

Ebenfalls neu erschieden sind die Kartenblätter „Bietigheim-Bissingen“ und „Bad Waldsee“. Alle Albvereins-Mitglieder erhalten eine der drei Karten als Vereinsgabe für 2022. Alle anderen bereits erschienenen Blätter der Wanderkartenserie 1:25.000 aus dem Vereinsgebiet des Schwäbischen Albvereins sind im Lädle oder über den Online-Shop für Mitglieder zum Sonderpreis von 7 Euro erhältlich. Im Handel kosten die Karten 8,50 Euro.

Hohe Ansprüche an Qualität der Wanderwege

Aufgabe: „Leite einen Wanderweg mit möglichst wenig Schildern so, dass sich kein Wanderer verläuft.“ Nach dieser Maxime arbeiten die Wegewarte des Schwäbischen Albvereins. Ihr Einsatz garantiert ein gepflegtes Wegenetz – im Jahr 2020 erbrachten 650 Ehrenamtliche fast 28.000 Arbeitsstunden in der Wegearbeit.

„Das ehrenamtliche Engagement unserer Wegewarte verdient größte Anerkennung“, betont Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. „Sie sorgen durch ihre Arbeit dafür, dass Wanderern ein abwechslungsreiches Wegenetz zur Verfügung steht und gerade auch Neueinsteiger, die in Zeiten der Pandemie das Wandern für sich entdeckt haben, sicher an ihr Ziel kommen.“

Wandern gehört gerade während der Corona-Pandemie zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Zwischen Taubertal und Bodensee steht Wanderern das beschilderte Wegenetz des Schwäbischen Albvereins für ihre Touren zur Verfügung. Es umfasst derzeit knapp 19.000 Kilometer.Jeder Wanderweg wird mehrmals im Jahr abgelaufen, freigehalten, seine Beschilderung überprüft und bei Bedarf erneuert.

Markierungen genauer als vor 20 Jahren

Michael Burkhardt, der als Hauptfachwart für Wege im nördlichen Teil des Vereinsgebiets zuständig ist, berichtet, dass die Ansprüche an Wanderwege in den vergangenen Jahren stark gestiegen seien. Es gebe viel mehr Rundwege und touristische Routen. Dem hat auch der Schwäbische Albverein Rechnung getragen. „Unsere Markierungen sind heute viel besser und genauer als noch vor 20 Jahren“, so Burkhardt. So gebe es zum Beispiel mehr Wegzeiger, die Entfernungen anzeigten.

Einheitliche Beschilderung statt Schilder-Wildwuchs

Den Schilderwald, der sich gerade an touristischen Hotspots aufgrund vieler touristischer Rundwanderwege der Kommunen entwickelt habe, sieht Michael Burkhardt kritisch. Um eine Einheitlichkeit bei der Beschilderung zu gewährleisten, gibt es das Beschilderungskonzept Schwäbische Alb. Der Schwäbische Albverein hat das Konzept übernommen und für den Verein überarbeitet – mit dem Ziel, alle touristischen Wanderwege und das Wegenetz des Schwäbischen Albvereins zu integrieren. In den vergangenen Jahren ist das Konzept in weiten Teilen des Vereinsgebiets schrittweise gemeinsam mit touristischen Partnern umgesetzt worden.

Online-Schulungen für Wegepaten

Gerhard Stolz, Hauptfachwart für Wege im südlichen Vereinsgebiet, berichtet von verstärktem Interesse an der Wegearbeit. „Unser Wegepaten-Aufruf vom Herbst 2020 war ein voller Erfolg“, so Stolz. Mehr als 120 Interessierte hätten sich gemeldet, um bei der Wegpflege mitzuarbeiten. Diese seien Corona-bedingt bisher online in der Theorie geschult worden, eine praktische Einweisung soll in den Sommermonaten folgen. Wegepaten sollen Lücken bei der Versorgung der Wege durch die Wegewarte der Ortsgruppen füllen und die Pflege von Wegeabschnitten übernehmen.

Wanderer danken Wegewarten

Das große Interesse an der Wegearbeit führen beide Hauptwegwarte auch auf die Corona-Pandemie zurück. Viele Menschen hätten das Wandern für sich entdeckt und erkennen, wie wichtig gut markierte Wanderwege dafür sind. „Wir werden derzeit häufig angesprochen, wenn wir draußen unterwegs sind“, berichten beide übereinstimmend. Viele Ehrenamtlichen trügen bei ihrer Arbeit die Wegewarts-Westen des Schwäbischen Albvereins und seien so als Wegewarte erkennbar. „Viele Leute bedanken sich für unsere Arbeit. Diese Anerkennung freut uns sehr!“

Infos zum Beschilderungskonzept Schwäbische Alb